Nachhaltigkeit der TROBOLO® Trenntoiletten

Mit dem Kauf eines TROBOLO® entscheiden Sie sich nicht nur langfristig für eine kostengünstigere Alternative zum herkömmlichen WC, sondern vor allem auch für ein umweltschonendes Toilettensystem, welches Konkurrenzprodukten in puncto Nachhaltigkeit in vielerlei Hinsicht einen Schritt voraus ist.

Im Folgenden sollen daher die spezifischen Funktionsweisen eines TROBOLO®, welche zu einer positiven Umweltbilanz beitragen sowie grundsätzliche Prinzipien der Nachhaltigkeit, die bei der Entwicklung der TROBOLO® Trenntoiletten Pate standen, näher erläutert werden.

Trobolo Nachhaltigkeit

Vermeidung von Schwarzwasser

Unsere TROBOLO® Trenntoiletten ermöglichen dank der Verwendung eines speziellen Separators eine effektive und hygienische Trennung fester und flüssiger Ausscheidungen. Bei deren Entsorgung kommen zudem weder umweltschädliche Toilettenchemie noch kostbares Wasser zum Einsatz, weshalb anfallendes Schwarzwasser – also mit Urin und Fäzes vermischtes Spülwasser – gänzlich vermieden wird.

Der Urin kann im Nachhinein mit Wasser verdünnt als Dünger für Zierpflanzenbeete verwendet werden, die durch Abluft oder zugefügte Einstreu getrockneten Fäzes lassen sich dank der praktischen Inlays bequem über den Hausmüll entsorgen oder in einem Komposter zu Humus umwandeln.

Ein TROBOLO® funktioniert somit komplett autark und vermeidet durch die wasserlose Funktionsweise konsequent die Entstehung von Schwarzwasser. Doch warum ist das eigentlich so wichtig?

Aufbereitung des Schwarzwassers und damit einhergehende Probleme

Anfallendes Schwarzwasser muss zusammen mit anderen Abwässern (Gelb- und Grauwasser) in verschiedenen aufwendigen Verfahren einer Kläranlage wiederaufbereitet werden. Die Reinigungsprozesse werden dabei unter anderem in physikalische, biologische und chemische Verfahren unterteilt. Bei den physikalischen Verfahren werden feste Schwimm- und Schwebstoffe in mechanischen Anlagen entfernt. In der zweiten, biologischen Reinigungsstufe werden abbaubare organische Abwasserbestandteile durch mikrobiologische Verfahren mineralisiert. Zuletzt kommen in der Stufe der chemischen Aufbereitungsverfahren chemische Reaktionen wie Oxidation und Fällung zum Einsatz.

Aus einem Bericht zur Abwasserentsorgung in Mecklenburg-Vorpommern, der an dieser Stelle der Veranschaulichung dienen soll, geht hervor, dass Abwasseraufbereitungsbetriebe im Durchschnitt pro Kubikmeter Abwasser 4,74 € aufwenden müssen. Der Wasserverbrauch in Liter pro Kopf und Tag liegt in Deutschland, je nach Verbrauchsprofil, zwischen 112 und 142 Litern. Davon fallen jedoch lediglich 3l für Trinken und Kochen an. Die restlichen 109 bzw. 139l werden für Reinigung und Körperpflege (Grauwasser) und allein 40l für die Toilettenspülung aufgewandt.

Diese Menge ließe sich zwar weiter in Gelb- und Schwarzwasser unterteilen, doch da dank der wasserlosen Funktionsweise eines TROBOLO® keines der genannten Abwässer entstehen, wird bereits an dieser Stelle deutlich, dass Sie Ihren täglichen Wasserbrauch durch die Entscheidung für eine TROBOLO® Trenntoilette um einen beträchtlichen Anteil reduzieren und damit die kostspielige Wideraufbereitung des Schwarzwassersanteils vermeiden können. Im Folgenden soll eine weitere Darstellung der Veranschaulichung konkreter Einsparungsmöglichkeiten eines TROBOLO® beim täglichen Wasserverbrauch dienen.

Schwarzwasser Aufbereitung und Probleme
Nachhaltigkeit der Trobolo Trenntoiletten

Verminderter Wasserverbrauch dank TROBOLO®

Nach wasserwirtschaftlichen Schätzungen verteilt sich der Wasserverbrauch in Liter pro Kopf und Tag etwa wie folgt:

  • 3 l für Trinken und Kochen
  • 7 l zum Geschirr spülen
  • 7 l zum Putzen
  • 5-15 l für die Körperpflege
  • 20-40 l zum Duschen
  • 30 l zum Wäsche waschen
  • 40 l für die Toilettenspülung

Hierbei gilt es zu beachten, dass der Minimalwert (112 l) leicht unter dem angeführten durchschnittlichen Wasserverbrauch von 122 Litern liegt, der Maximalwert (142 l) diesen allerdings um Einiges übersteigt. Diese Abweichungen ergeben sich konsequenterweise aus den unterschiedlichen Verbrauchsgewohnheiten. Geht man bei den oben genannten wasserwirtschaftlichen Schätzungen vom Maximalwert aus, ergibt sich daraus wie erwähnt ein täglicher Wasserverbrauch von 142 Litern. Wie aus folgender Grafik hervorgeht, werden demnach allein 28 % für die Toilettenspülung verwendet, welche sich durch ein TROBOLO® einsparen lassen.

Täglicher Wasserverbrauch pro Kopf
Täglicher Wasserverbrauch pro Kopf

Geht man beim täglichen Wasserverbrauch pro Kopf vom Minimalwert der obigen Auflistung aus, liegt der Gesamtwasserverbrauch zwar lediglich bei 112 Litern, der prozentuale Anteil des durch die Toilettenspülung verbrauchten Wassers steigt indes auf über ein Drittel (36 %) des Gesamtverbrauchs. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass ein verringerter Wasserverbrauch laut Statistik insbesondere im Verbrauchsbereich Duschen und Körperpflege, nicht aber bei der Menge des für die Toilettenspülung benötigten Wassers möglich ist.

Durch die wasserlose Funktionsweise einer TROBOLO® Trenntoilette lassen sich also nachweislich zwischen 28 – 36 % des täglichen Wasserverbrauchs effektiv einsparen. Folglich leisten Sie somit nicht nur einen beachtlichen Beitrag zur Vermeidung von Schwarzwasser und dessen kostspieliger Wideraufbereitung, sondern letztendlich auch zu einem nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser und dadurch gleichermaßen zum Erhalt unserer Umwelt. Darüber hinaus machen sich diese Einsparungen freilich auch in Ihrem Geldbeutel bemerkbar, wie Sie im Kostenvergleich der TROBOLO® Trenntoiletten mit anderen Toilettensystemen nachlesen können.

Weitere Informationen unter:

Wikipedia: Wasserverbrauch

Landesrechnungshof Mecklenburg-Vorpommern: Bericht nach § 88 Abs. 5 LHo zur Abwasserentsorgung in Mecklenburg-Vorpommern

Wassereinsparung dank Trenntoilette

Kompostierung und Schließung des Nährstoffkreislaufs

Die vorbildliche Umweltbilanz eines TROBOLO® ergibt sich jedoch nicht nur aus der soeben beschriebenen Wassereinsparungen und der daraus resultierenden Vermeidung von Schwarzwasser, sondern zu einem Großteil auch aus der Möglichkeit, die Toilettenabfälle kompostieren und nach abgeschlossenem Zersetzungsprozess der Natur zurückführen zu können. Aufgrund der Trennung der Ausscheidungen lässt sich diese Rückführung besonders leicht vornehmen. Hierzu empfiehlt sich eine dezentrale Verwertung in einem Komposter direkt auf dem eignen Grundstück. Allerdings sollte auf eine fachgerechte Kompostierung der Toilettenabfälle geachtet werden. Dabei ist insbesondere die Verwendung eines geschlossenen Komposters von Wichtigkeit, um die Durchwässerung des Kompostmaterials durch eindringendes Regenwasser und die damit einhergehende Entstehung von Schwarzwasser im Komposter zu verhindern.

In der Praxis funktioniert die Kompostierung der Toilettenabfälle eines TROBOLO® denkbar einfach. Die gesammelten festen Ausscheidungen sind dank der verwendeten Einstreu bzw. der elektrischen Abluft soweit getrocknet, als dass sie sich dem Auffangbehälter problemlos samt Inlay entnehmen und im Komposter entleeren lassen, wo sie zusammen mit anderen Haushaltsabfällen aus Garten und Küche zersetzt werden. Sofern Sie sich für kompostierbare Inlays entschieden haben, können Sie diese ganz bequem dem Kompostmaterial hinzufügen. Der Urin lässt sich schließlich mit Wasser verdünnt als Bio-Dünger für die eigenen Zierpflanzenbeete im Garten verwenden.

Schließlich entsteht im Laufe des Kompostierungsprozesses aus den im Komposter vermengten Toiletten-, Garten-, und Küchenabfällen nützlicher und ökologisch wertvoller Humus, der sich hervorragend als Öko-Dünger verwenden lässt. Bis zu dieser Umwandlung vergehen jedoch für gewöhnlich ein bis zwei Kalenderjahre, weshalb bei der Wahl des Komposters auf ein ausreichend großes Volumen geachtet werden muss. Der TROBOLO® Komposter aus robustem Massivholz etwa hat ein Fassungsvermögen von 600l, welches für eine bequeme und langfristige Kompostierung nicht unterschritten werden sollte.

Kompostierung und Nährstoffkreislauf

Letztendlich wird durch die Kompostierung der eigenen Toilettenabfälle die Schließung des Nährstoffkreislaufs ermöglicht. So werden Nährelemente, die beispielsweise zunächst von Pflanzen über deren Wurzeln von der Erde aufgenommen werden und schließlich durch die Nahrungsaufnahme in unser Stoffwechselsystem gelangen, der Erde in Form von Bio-Dünger wieder zurückgeführt. Dank des TROBOLO® Trennsystems und der dadurch gegebenen Möglichkeit, die eigenen Toilettenabfälle, wenn gewünscht, zu kompostieren, lässt sich somit die Nährstoffrücklieferung im häuslichen Rahmen bewerkstelligen. Dadurch leisten Sie nicht nur per se einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit, sondern nehmen direkten Einfluss auf ihren individuellen ökologischen Fußabdruck, welcher weltweit als messbarer Indikator für Nachhaltigkeit gilt.

Tipps & Tricks zur Kompostierung

Tipps zur Kompostierung

Damit die fachgerechte Kompostierung der eigenen Toilettenabfälle und somit die Schließung des Nährstoffkreislaufs gelingt, müssen zunächst die dazu erforderlichen Rahmenbedingungen gewährleistet werden. Dazu zählen, wie bereits erwähnt, ein geschlossener Komposter, welcher Schutz vor Regenwasser bietet sowie ein ausreichend großes Auffangvolumen, um die Lagerung des Kompostmaterials über mindestens zwei Jahre hinweg zu ermöglichen. Darüber hinaus gibt es allerdings auch weitere Tipps zur Kompostierung, die Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten werden sollen:

Kompostmaterial

Neben den Toilettenabfällen lassen sich sowohl gesammelte Garten- als auch Küchenabfälle hinzufügen. Dazu zählen u.a. Grasschnitt, Laub, Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Teeblätter, aber auch Stroh und altes Holz lassen sich kompostieren. Nicht kompostiert werden sollten hingegen bedrucktes Papier sowie größere Mengen Tannennadeln und -zweige, Eichen- und Walnusslaub sowie Unkrautwurzeln, Zigaretten und Asche.

Zusammensetzung

Je vielfältiger die beigefügten Kompostmaterialen sind, desto wichtiger ist es, auf eine gute Durchmischung der Bestandteile zu achten, da die holzhaltigen Materialien schwer zu zersetzen sind und die frischen in dichter Lage rasch faulen.

Tierische Helfer

Bei ausreichender Feuchtigkeit und Luftzufuhr im Kompostbehälter beginnen Mikroorganismen, vor allem Mikroben und Pilze schnell ihre Arbeit. Doch auch größere Organismen sind an der Zersetzung des Kompostmaterials und dessen Umbau zu Humus beteiligt. Dazu zählen u.a. Regenwürmer und unter diesen die Mistwürmer. Letztere sind im Fachhandel erhältlich und können dem Kompost präventiv hinzugefügt werden.

Reifegrad

Sogenannter Frischkompost entsteht bereits nach einigen Monaten. Dieser zeichnet sich dadurch aus, als dass grobe Bestandteile noch vorhanden sind. Dieser ist bereits zum Mulchen, allerdings noch nicht zum Düngen geeignet. Reifer Kompost braucht mindestens ein Jahr Ruhezeit, bevor er entnommen werden kann. Dieser lässt sich leicht an seinem typischen Waldbodengeruch erkennen, ist dunkel und krümelig und enthält darüber hinaus keine groben Bestandteile mehr.

Reifetest

Der Reifegrad der Komposterde lässt sich mit dem sogenannten Kressetest relativ einfach bestimmen. Dazu befüllt man einen kleinen Blumentopf mit der zu überprüfenden Komposterde sowie einen zweiten Vergleichstopf mit handelsüblicher Blumenerde. Nun fügt man beiden Töpfen Kressesamen hinzu und lässt diese für einige Tage bei ausreichender Wässerung an einem hellen Ort stehen. Sofern die Kresse in beiden Töpfen zügig und kräftig gewachsen ist, kann man von reifem Kompost ausgehen und diesen zur Düngung verwenden. Entwickeln die Sämlinge im Komposttopf jedoch keine deutlich grüne Farbe und wirken kümmerlich, ist der Kompost noch nicht ausreichend gereift und bedarf weiterer Ruhezeit.

Ausführliche Hinweise zum Thema Kompostierung finden Sie auf unserer Unterseite Richtiges Kompostieren.

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